Kryolipolyse – Kälteanwendung zum Abnehmen


Kryolipolyse – dank der Hilfe von lokaler Kälteanwendungen werden schnell Fettzellen vermindert.

Unter dem Begriff der Kryolipolyse fällt die lokale Anwendung von Kälte, um Fettzellen gezielt zu vermindern. Dieser Vorgang geschieht aus rein kosmetischen Zwecken.

Bei der Kryolipolyse wird eine Fettwulst ist ein spezielles Gerät eingesaugt und im Anschluss in diesem Gerät für ungefähr eine Stunde stark unterkühlt.

Bei dieser Technik handelt es sich um eine nicht-invasive Technik.

Die Entstehung der Kryolipolyse

Der Vorgang der Kryolipolyse lässt sich zu den beiden Dermatologen R. Rox Anderson und Dieter Manstein zurückführen. Die beiden Fachärzte konnten im Rahmen einer Forschung am Wellman Center for Photomedicine des Massachusetts General Hospital in Boston herausfinden, dass die subkutanen Fettzellen im Körper deutlich stärker durch Kälte angegriffen werden, als es bei dem Gewebe rundherum der Fall ist. Die ersten Ergebnisse konnten schließlich im November 2008 in der Zeitschrift Lasers in Surgery and Medicine veröffentlicht werden.

Was geschieht bei einer Kryolipolyse

Bei einer Kryolipolyse wird die Kälteanfälligkeit der Fettzellen ausgenutzt. Diese Kälteanfälligkeit ist im Vergleich zwischen den Fettzellen und dem umgebenden Gewebe deutlich stärker. An den gewünschten Bereich wird nun ein nicht-invasiver Applikator angebracht, welcher das direkt darunterliegende Fettgewebe kühlt. Das Fettgewebe wird hierbei bis auf eine Temperatur von bis zu -9 Grad heruntergekühlt.

KryolipolyseIm Zuge dieses Verfahrens besteht die Gefahr von Erfrierungen. Dieses kann durch ein spezielles Vlies mit Anti-freezing-Gel zuverlässig verhindert werden. Das schützende Gel wird zwischen dem Applikator und dem zu behandelnden Gewebe aufgetragen. In der Folge der Kryolipolyse durchlaufen die stark gekühlten Fettzellen eine sogenannte Apoptose und werden hierdurch vom Körper abgebaut. Auf diese Weise wird im Zuge dieses Verfahrens die Dicke der Fettschicht deutlich reduziert.

In dem Applikator sind spezielle Sensoren enthalten, welche dafür sorgen, dass während der Behandlung eine gleichbleibende und einheitliche Temperatur gegeben ist. Die Sensoren sind direkt mit dem Steuerelement des Applikators verbunden und ermöglichen so eine kontinuierliche Überwachung sowie Anpassung der Kühlung während des Verfahrens der Kryolipolyse. Des Weiteren wird das betroffene Gewebe immer wieder während der Behandlung massiert. Hierzu wird ein variabler Sog direkt an der Haut angebracht.

Die Fettzellen sterben nun ab und aktivieren aufgrund von Botenstoffen Entzündungsstellen, welche die betroffenen Fettzellen in den anschließenden Wochen und Monaten nach der Behandlung stufenweise abbauen werden. Langsam werden Lipide aus den Fettzellen freigesetzt und vom Lymphsystem zur weiteren Verarbeitung abtransportiert.

Aufgrund des schrittweisen Abbauprozesses, welchen die Lipide durchlaufen, konnte sowohl bei den Blutlipiden als auch bei der Leberfunktion keinerlei gefährliche Veränderungen festgestellt werden. Um nun einen optimalen Erfolg der Behandlung zu erzielen, sollten Medikamente mit entzündungshemmender Wirkung wie zum Beispiel Ibuprofen oder Voltaren über einen Zeitraum von ungefähr vier Wochen im Anschluss an die Behandlung nicht eingenommen werden. Sollten anderweitig Schmerzen, wie unter anderem Kopfschmerzen, auftreten, so eignet sich Paracetamol als Schmerzmittel mit geringer entzündungshemmender Potenz und kann bedenkenlos eingenommen werden. Jedoch sollte die Einnahme zuvor mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden und eine Tageshöchstdosierung von maximal 4 Gramm nicht übersteigen.

Nach der Kryolipolyse

Nach der Kryolipolyse-Behandlung kann es zu diversen Nebenwirkungen kommen. Zu diesen Nebenwirkungen gehören unter anderem Hautrötungen, Blutergüsse sowie ein Taubheitsgefühl der Haut. In den meisten Fällen halten diese möglichen Nebenwirkungen jedoch nicht länger als eine Woche an.

Mit Bezug nehmend auf die Angaben des Herstellers wird eine deutliche Reduzierung der Fettpolster nach 8-16 Wochen eintreten.

Kosten und Erfolg einer Kryolipolyse

In den USA ist die Methode und die Behandlung von Fettpolstern sowie für weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise die Kühlung der Haut zugelassen.

Am besten wirkt diese Methode bei schlanken Menschen, da diese über geringe lokale Fettpolster verfügen, was zur Folge hat, dass die Behandlung hier den größten und schnellsten Erfolg erzielt. Bei einer Behandlung der Fettzellen durch eine Kryolipolyse entstehen jedoch recht hohe aber lohnenswerte Kosten. So werden nach den Preisangaben des Herstellers in den USA rund 800 US-Dollar pro Behandlung fällig.

Für eine symmetrische Verminderung von Fettpolstern in der Nähe der Taille sind insgesamt vier Behandlungen notwendig, bei welchen Gesamtkosten in Höhe von ungefähr 3.200 US-Dollar entstehen.

Auch in Deutschland gibt es zwischenzeitlich einige Institute – wie zum Beispiel hier, welche die Kryolipolyse anbieten. Die Technik wird ständig weiterentwickelt und verbessert, sodass man davon ausgehen kann, dass sich die Wirkung verbessert und die Risiken minimiert werden.

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