Magenbypass Operation – Ein großer Schritt zur Gewichtsreduktion mit postoperativer Ernährung


Wer eine Magenbypass-Operation hinter sich hat, fragt sich unweigerlich, was er überhaupt danach essen darf. Zunächst darf nach der Operation nur Flüssignahrung zugeführt werden, aus dem einfachen Grund, dass der „Magen“ nur noch ein geringes Volumen umfasst. Die eigentliche Verdauung wird vom Dünndarm geleistet und dieser spaltet nicht alle Nahrungsbestandteile auf, wie es der Magen vor der Operation konnte.

Wir erklären Ihnen nachfolgend, was Sie Essen dürfen und worauf Sie lieber verzichten sollten.

Magenbypass Ernährung danach – Kleiner Anfang aber große Wirkung

Eine Magenbypass OP umfasst die Abtrennung des Magens sowie Teile des Dünndarms vom Verdauungssystem. Das Verdauungssystem besteht nach erfolgter Operation aus dem sogenannten Vormagen, auch als Pouch oder Magentasche bezeichnet. Das Volumen des Vormagens liegt nur noch bei 15-20 ml. Der Verdauungstrakt wird während der OP so gestaltet, dass die Verdauungssäfte wie Galle, Magensaft und Bauchspeichel erst im übrig gebliebenen Dünndarm mit den Speisen vermischt werden. Als Resultat werden nicht alle zugeführten Nahrungsbestandteile verdauut, resorbiert und dem Blut zugeführt. Die Folge der Operation und der Teilverdauung des Speisebreis ist eine Gewichtsreduktion von 60 bis 70 % des Ausgangsgewichtes.

SuppeDie Teilverdauung der Speisen erfordert eine besondere postoperative Ernährung, die wir Ihnen nachfolgend näher bringen möchten:

  • Tag 1 und 2 post-OP: ausschließlich Flüssigkeiten (klar)
  • Tag 3-14 post-OP: zusätzlich zu den Flüssigkeiten noch Joghurt und Suppen
  • Tag 15 bis zur 4. Woche post-OP: Flüssigkeiten, Milchprodukte und pürierte Kost, die Mahlzeiten sollten sich über den Tag auf 6 kleine Mahlzeiten verteilen.
  • 4. bis 6. Woche post-OP: weiche Normalkost auf 5 Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Ab der 6. Woche post-OP: Normalkost auf 5 Mahlzeiten über den Tag verteilt

Magenbypass Ernährung danach

Welche Speisen Sie zu sich nehmen muss zunächst in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt geklärt werden. Bei extrem verminderter Resorption von Nahrungsmitteln aus dem Darm muss auf die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe sehr genau geachtet werden. Dementsprechende Lebensmittel sollten häufiger gegessen werden.

Treten Lebensmittelunverträglichkeiten wie z. B. Lactoseintoleranz auf, sollten lactosefreie Produkte verzehrt werden. Verzichten Sie aber in jedem Fall auf fettreiche, zuckerhaltige und Oxalsäure (z. B. Rhababer) beinhaltende Lebensmittel, damit Sie nicht unter schweren Unverträglichkeitssymptomen leiden und Ihr Gewicht dauerhaft reduziert wird.

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